Der Kaffee

Von der Entdeckung der anregenden Wirkung von Kaffee gibt es viele Legenden. Eine von diesen berichtet von einem Hirtenjungen in Äthiopien um das Jahr 850. Diesem fiel auf, dass seine Ziegen nach dem Verzehr bestimmter Beeren besonders lebhaft wurden. Allerdings waren die Mönche, die die Früchte kosteten, vom bitteren Geschmack enttäuscht und warfen sie ins Feuer. Daraus stieg ein köstlicher Geruch auf. Neugierig machten die Mönche aus den nun gerösteten Früchten einen Aufguss, den sie als Geschenk Gottes priesen, weil er ihnen half, während des nächtlichen Gebetes wach zu bleiben. Eine andere Legende besagt, dass der Erzengel Gabriel dem todkranken Prophet Mohammed eine Schale mit dunkler Flüssigkeit reichte. Dank der himmlischen Stärkung warf dieser vierzig Ritter aus dem Saal und schuf das bisher größte islamische Reich.
Die Kultur des Kaffeetrinkens geht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Damals gelangte der Kaffee aus seiner Heimat Äthiopien nach Arabien. Der neue "Wein des Islam" begeisterte die Perser durch seine anregende Wirkung, denn echter Wein war gläubigen Moslems verboten.

Die Bezeichnung Kaffee stammt vom altarabischen Wort Qahwah ab. 1615 brachten venezianische Kaufleute die ersten Kaffeesäcke nach Westeuropa. Das schmackhafte und anregende Getränk wurde schnell beliebt und alle großen europäischen Städte eröffneten ihre ersten Kaffeehäuser.  Das geschäftstüchtige Bürgertum feierte den "großen Ernüchterer", der aus Trunkenbolden zuverlässige Arbeiter machte. Holländische und  englische Seefahrer verbreiteten die Pflanze in ihren Kolonien auf der ganzen Welt.

Die Kaffeepflanze ist eine vornehme Verwandte des Waldmeisters. Das Tropengewächs benötigt ein heißes und feuchtes Klima. Die eigentlichen Kaffeebohnen sind in der Kaffeekirsche von einer Silberhaut, der Pergaminhülle und dem Fruchtfleisch umschlossen. Erst wenn nach der Ernte das Fruchtfleisch entfernt wird, liegt Rohkaffee vor. Ihr Laubwerk schützt die empfindliche Pflanze nachts vor Frost und tagsüber vor der Sonne. Je nach Höhenlage und Klima kann die Kaffeepflanze zu jeder Jahreszeit blühen. So lassen sich an ein und demselben Ast gleichzeitig Blüten und reife Kaffeekirschen finden. Die Blüten sind strahlend weiß und duften nach Jasmin und Orangen.

Botaniker unterscheiden zwischen über 80 verschiedenen Arten von Kaffeepflanzen, doch nur zwei haben eine weltwirtschaftliche Bedeutung: Arabica heißt die besonders aromatische Sorte. Ihr milder und abgerundeter Geschmack erinnert an Schokolade. Die empfindliche Pflanze wächst in Höhen zwischen 600 und 2000 Metern und verlangt eine intensive Pflege. Ihr Anteil an der Weltproduktion beträgt 70 Prozent.

Die anderen 30 Prozent entfallen auf die Sorte Robusta, die in Afrika auf Höhen bis 600 Meter wächst und qualitativ hinter Arabica steht. Sie braucht weniger Pflege, ihr Geschmack ist deutlich bitterer, saurer und rauer und sie hat bis zu dreimal mehr Koffein (bis 4,5 Prozent). Beim Kaffeeveredeln werden Bohnen verschiedener Herkunft so miteinander vermischt, dass ein ausgewogenes Aroma entsteht.

Die Röstung ist entscheidend  für den Geschmack des Kaffees. Bis zu 800 Aromastoffe schlummern in einer Kaffeebohne. Beim Röstungsprozess werden die Bohnen meist mit heißer Luft erhitzt. So tritt das Wasser aus und durch chemische Reaktionen entsteht das spezielle Kaffeearoma.

Das Siegel "Münsterland"

Was esse ich? Wo kommt es her? Was ist drin?

Eine repräsentative Befragung hat ergeben, dass das Argument „Aus der Region“ inzwischen der stärkste produktunabhängige Kaufgrund für Lebensmittel ist. Vor diesem Hintergrund hat das Netzwerk Münsterland Qualität ein eigenes Siegel entwickelt. Das neue Markenzeichen weist Verbraucher auf ausgewählte Erzeugnisse hin, die in der Region maßgeblich produziert oder veredelt werden.


Umweltschutz durch kurze Wege.
Der schnelle Transport der Waren innerhalb der Region ist gut für Lebensmittel, Verbraucher und Klima. Die Bilanz: Mehr Frische, weniger Umweltbelastung.

Qualität durch gesicherte Herkunft. Die gesicherte Herkunft ihrer Lebensmittel ist die Grundlage für die Vertrauenswürdigkeit eines Produktes. Denn Qualität kommt nicht von irgendwoher.

Verbundenheit durch Nachbarschaft. Von Ihrer Kaufentscheidung profitiert das ganze Münsterland: Der Wirtschaftsstandort gewinnt an Kraft, und die Arbeitsplätze werden sicherer.

Mehr Informationen unter www.muensterland-qualitaet.de

Rainforest Alliance

Verantwortung und Nachhaltigkeit

Die Rainforest Alliance ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich für den Erhalt der Artenvielfalt sowie für die Rechte und das Wohlergehen der Arbeiter, ihrer Familien und der lokalen Gemeinden vor Ort einsetzt.Farmen,  die die umfangreichen Standards für Nachhaltigkeit erf üllen,erhalten das Rainforest Alliance Certified™-Siegel.

Diese Standards helfen dabei, Böden, Gewässer und Lebensräume zu  schützenund sicherzustellen, dass die Farmarbeiter gerecht entlohnt werden, unter sicheren Bedingungen arbeiten und einen besseren Zugang zu guten Unterkünften, medizinischer Versorgung und Schulen für ihre Kinder haben. Die  Besitzer der Farmen (oder die Landwirte) unterziehen sich einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Ihre Farmen werden jedes Jahr überprüft, um die Zertifizierung aufrechtzuerhalten. Mit dem Kauf von Produkten, die das Rainforest Alliance Certified™-Siegel tragen, unterstützen Verbraucher eine gesunde Umwelt und helfen dabei, die Lebensqualität der Farmer/Bauern und ihrer Familien zu verbessern.

Mehr über die Rainforest Alliance erfahren Sie auf www.rainforest-alliance.org

Guatemala

Unser Röstmeister Herman hat die Plantagen von unseren Guatemala Kaffee-Lieferanten besucht. Tolle Fotos und Eindrücke, die er machen konnte. Da wir in mehreren Mischungen Guatemala Kaffee's einsetzen, war es sehr wichtig, die Plantagen mal zu besuchen. Nach der Überprüfung werden wir mit Freude unsere Guatemala Kaffee's noch ausweiten und einen Sortenreinen von der La Cascada Farm im Sommer neu rösten.

Brasilien